Steine bewegen: Die "Sloopsteine" bei Lotte

Was Stonehenge für Südengland, das sind die „Großen Sloopsteine“ für Westfalen: Am Großsteingrab bei Lotte-Wersen (Kreis Steinfurt) mit seinem Kranz kleinerer Findlinge findet am Sonntag, 30. April, ein Aktionstag statt.

Das Großsteingrab bei Lotte-Wersen (Kreis Steinfurt) mit seinem Kranz kleinerer Findlinge wurde vor über 5000 Jahren aus tonnenschweren Findlingen gebaut und ist ein eindrucksvolles Zeugnis aus der Jungsteinzeit. Wer mehr über die bis heute rätselhafte Anlage erfahren möchte, sollte sie am Sonntag, 30. April, ansteuern. Denn dort richtet die Altertumskommission des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe von 10 bis 17 Uhr einen Aktionstag aus.

Wer hat das gebaut?

Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie die tonnenschweren Steine dorthin gekommen sind, wer die Anlage erbaut hat und was man heute darüber weiß. Geplant ist unter anderem eine Filminstallation zwischen den Bäumen, die in einer 3-D-die Anlage und den Nachbau eines Megalithgrabes im Experiment vorstellt.

Die Archäologen Dr. Kerstin Schierhold und Leo Klinke führen Besucher in kleinen Gruppen zum Monument, erklären dort kurz und kompakt dessen Entstehung und Nutzung in der Steinzeit und berichten über neueste archäologische Erkenntnisse und Methoden. Zwei Tabletstationen ergänzen mit Filmen und Darstellungen den monumentalen Eindruck der im Wald gelegenen Grabanlage. Um 15 Uhr können Besucher bei Kaffee und Kuchen über die Anlag, ihre Erbauer und ihren kulturellen Wert diskutieren.

Der Aktionstag findet im Rahmen des europaweiten „Tages der Megalithik“ statt. An ihm beteiligten sich Partner der europäischen Megalithkultur-Straße ("European Route of Megalithic Culture“) unter dem Motto „moving stones – Steine bewegen“ .

Hier geht’s lang

Der Weg zu den Steinen ist gut zu finden: Sie liegen in der Nähe des Sloopsteinweges in 49504 Lotte. An der Osnabrücker Straße von von Westerkappeln nach Osnabrück führt ein Hinweisschild zu den Sloopsteinen. Das Grab liegt auf der rechten Seite in der Nähe eines Hinweisschildes für Naturschutz.



Weitere Informationen zum Aktionstag gibt es auf dieser Seite der Altertumskommission.


Text: Gisbert Strotdrees
Foto: Klinke/LWL