Brandanschlag gegen Monsanto

Blick in eines der italienischen Labors von Monsanto. – Vom Tatort liegen keine Fotos vor. Foto: Monsanto Agricultura Italia S.p.A.

21.04.2017 . Gegen das Forschungszentrum des Pflanzenschutzmittelherstellers Monsanto im norditalienischen Cremona ist ein Brandanschlag verübt worden. Wie erst jetzt bekannt wurde, explodierten in der Nacht zwischen Ostersamstag und -sonntag mehrere Benzinbomben im Lager und im Forschungslabor des Unternehmens in Cremona.

Das Feuer konnte erst nach mehreren Stunden gelöscht werden. Es kam zu einem Schaden von mehreren Hunderttausenden Euro, der sicherlich noch größer ausgefallen wäre, wenn alle vier geworfenen Benzinbomben gezündet hätten. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Verursacher des Anschlags haben sich Medienberichten zufolge bisher nicht zu erkennen gegeben. Die Inschrift „Bayer Monsanto kriminelle Ehe – kein GVO“ lasse aber auf gewaltbereite Aktivisten aus der Öko-Szene schließen. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen.

Der Vorfall wird in Italien intensiv diskutiert. Er erinnert an ähnliche Brandanschläge in den Jahren 2001 und 2002 sowie 2004 auf Lagerhallen und Produktionsanlagen von Pflanzenzüchtern und Pflanzenschutzmittelherstellern. AgE